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Verbindung von portier Companion mit Microsoft SQL Server (korrekte Host-Konfiguration)

Beim Verbinden von portier Companion mit einem Microsoft SQL Server muss der Server im korrekten Format eingetragen werden. Wichtig: Bei MS SQL Server werden Server und Port durch ein Komma getrennt, nicht durch einen Doppelpunkt

Grundregel

Syntax:
Servername oder IP-Adresse,Port

Beispiel:
192.168.1.50,1433

Falsch:
192.168.1.50:1433 ❌


Typische Konfigurationen

1. SQL Server auf derselben Maschine (lokal)

localhost,1433

oder

127.0.0.1,1433


2. SQL Server auf einem Netzwerkserver (inklusive benutzerdefinierter Ports)

Falls SQL Server auf einer anderen Maschine im Netzwerk läuft:

Standardport-Beispiel:
192.168.1.50,1433

Benutzerdefinierter Port (häufig in Kundenumgebungen):
192.168.1.50,50100

Falls Ihr SQL Server mit einem festen, benutzerdefinierten Port (z. B. 50100) konfiguriert ist, muss genau dieser Port verwendet werden.


3. Benannte Instanz (z. B. SQLEXPRESS)

Für benannte Instanzen verwenden Sie:

SERVERNAME\SQLEXPRESS

In diesem Szenario:

  • Es muss kein Port manuell angegeben werden

  • Der SQL Browser (UDP 1434) wird zur Instanzerkennung verwendet

  • Der tatsächliche Datenbank-Port wird automatisch ermittelt

  • Der aufgelöste Port ist häufig ein dynamischer Hochport (z. B. 50345)

Der dynamische Port muss weder bekannt noch manuell konfiguriert werden.

Zur besseren Übersicht wird nicht empfohlen, benannte Instanzen mit festen Ports zu kombinieren.


Technische Voraussetzungen

Für eine erfolgreiche Verbindung:

  • TCP/IP muss im SQL Server Configuration Manager aktiviert sein

  • Der SQL Server-Port (z. B. 1433 oder benutzerdefiniert wie 50100) muss in der Firewall freigegeben sein

  • Der SQL Browser-Dienst muss bei benannten Instanzen laufen

  • UDP-Port 1434 darf nicht blockiert sein (erforderlich zur Instanzerkennung)

  • SQL-Authentifizierung muss aktiviert sein (bei Verwendung eines SQL-Logins)

  • Die Datenbank-Benutzerrechte müssen korrekt konfiguriert sein


Häufige Probleme

Verbindung schlägt sofort fehl
→ Doppelpunkt statt Komma zwischen Server und Port verwendet

Verbindungs-Timeout
→ Firewall blockiert SQL-Port (1433 oder benutzerdefiniert)

Benannte Instanz nicht gefunden
→ SQL Browser-Dienst läuft nicht

Benannte Instanz nicht gefunden
→ UDP-Port 1434 blockiert

Login fehlgeschlagen
→ Falsche Zugangsdaten

Login fehlgeschlagen
→ SQL-Authentifizierung nicht aktiviert

Lokal funktioniert es, remote nicht
→ TCP/IP deaktiviert

Server nicht gefunden
→ SQL Server-Dienst läuft nicht

„Cannot connect to database 'X'. Switching to database 'master'.“
→ Datenbank offline, fehlt oder Berechtigungen unzureichend


Erklärung der Meldung

„Cannot connect to database 'X'. Switching to database 'master'.“

Diese Meldung bedeutet:

  • Die Verbindung zum SQL Server funktioniert grundsätzlich

  • Die konfigurierte Zieldatenbank kann jedoch nicht geöffnet werden

Typische Ursachen:

  • Datenbankname falsch geschrieben

  • Datenbank wurde umbenannt oder gelöscht

  • Datenbank ist auf „Offline“ gesetzt

  • Datenbank befindet sich im Status „Restoring“ oder „Recovery“

  • Das SQL-Login besitzt keine Berechtigung für diese Datenbank

In diesem Fall verbindet sich SQL Server mit dem Server selbst, wechselt jedoch automatisch zur Standarddatenbank „master“.


Zusammenfassung

  • Immer ein Komma zwischen Server und Port verwenden

  • Benutzerdefinierte Ports korrekt eintragen (z. B. 50100)

  • Für benannte Instanzen ausschließlich SERVERNAME\INSTANZNAME verwenden

  • SQL Browser verwaltet dynamische Ports automatisch

  • UDP-Port 1434 muss für benannte Instanzen offen sein

Richtig:
192.168.1.50,50100

Falsch:
192.168.1.50:50100